Personalentwicklung
Neue Instrumente der Personalentwicklung

Neue Instrumente der Personalentwicklung

Wolfgang ZastroznyAutor: Wolfgang Zastrozny, DEKRA Akademie GmbH

Der Begriff Bildung scheint sich aus dem engen Korsett von Schul- und Lehrausbildung zunehmend zu befreien. Bildung wird zu einem wichtigen Faktor in der Arbeitswelt. Im Rahmen der zukunftsorientierten PE wird deshalb darauf zu achten sein, das nun deutlich stärker der Mitarbeiter mitbestimmt, welche Qualifizierungen er eher am Arbeitsplatz benötigt. Hier muss der Unternehmer auf ein selbstverantwortliches und selbstgesteuertes Lernen seiner Mitarbeiter setzen und vertrauen. Mitarbeiter müssen dazu motiviert werden, offener mit ihrem eigenen „Nichtwissen“ umzugehen, sich sozusagen des „Nichtwissens“ outen. In Zukunft sollten sanktionsfreie Verfahren in einem „Neutralen Prozess zur maximalen Bestimmung von Nichtwissen“ in beruflichen Handlungsfeldern ihre Anwendung finden. Nur so kann in Abstimmung mit der Unternehmensleitung gezielt gefördert werden. Dies setzt ein gut funktionierendes Ausbildungs-, Bildungs- und Weiterbildungsmanagement voraus.

Es muss damit gerechnet werden, dass Mitarbeiter häufig eine Weiterbildung verweigern. Trotz in Aussichtstellung eines beruflichen Aufstieges und der damit verbundenen besseren Vergütung, gelingt es oft nicht, Mitarbeiter dazu zu ermutigen, eine berufliche Positionsverbesserung anzugehen. Wie ist das zu verstehen? Trotz aller Bemühungen, PE erfolgreich zu betreiben, bleibt diese oft erfolglos. Einer der Gründe könnte sein, dass mangelndes Vertrauen vorliegt, neue Aufgaben zu übernehmen. Ferner könnte es sein, das gerade die Aufforderung, sich weiter zu bilden, zu großen Hemmnissen führen kann. Ein Blick in die schulische Biographie einzelner, mit ihren zurückliegenden Erfahrungen im Schul- und Lernsystem kann hier weiterhelfen. Das herrschende Bildungssystem kann als eine Sanktions- und Selektionsinstitution gesehen werden. Aus langjähriger Erfahrung des Autors in der Jugend- und Erwachsenenbildung ist festzustellen, dass nicht ausreichende Leistungen oftmals zu Sanktionen führen. Vorherrschend besteht die Angst, an seinen Arbeitsplatz zurückkehren zu müssen und alle Kollegen erfahren, dass es nicht geschafft wurde.

Den ganzen Artikel lesen
Zurück zur Übersicht

Zurück