Autorin: Andrea Weitz, Wissenschaftliche Leiterin, Kompetenzzentrum der Fachhochschule des Mittelstands Bielefeld (FHM)
Um positive Effekte in Organisationen zu erzielen, ist es wichtig, zum einen an den Strukturen des Unternehmens (Organisationsentwicklung), zum anderen an den Kompetenzen der MitarbeiterInnen (Personalentwicklung) anzusetzen.
Kompetenzen werden dabei von Erpenbeck und Heyse als Selbstorganisationsdispositionen definiert. Also als Anlagen, Fähigkeiten, Bereitschaften zu einem selbstorganisierten Handeln. Die Fähigkeit, sich selbst zu organisieren, wird in Zukunft einen immer höheren Stellenwert, nicht nur für Führungskräfte, sondern auch von MitarbeiterInnen einnehmen. Allerdings benötigen die Führungskräfte und MitarbeiterInnen dazu die entsprechenden Strukturen, die dieses selbstorganisierte Handeln erlauben.
Der Aspekt der Personalentwicklung sollte idealerweise an den Potenzialen oder Kompetenzen der MitarbeiterInnen ansetzen. Um diese zu erfassen, kann z.B. das KODE®-Verfahren von Heyse & Erpenbeck eingesetzt werden. KODE® ist ein Analyseinstrument, das
Mit dem KODE® werden vier Kompetenzdimensionen gemessen:
Das Zusammenspiel der Kompetenzbereiche wird sowohl unter günstigen Bedingungen – also im Alltag – als auch unter ungünstigen Bedingungen – also bei Schwierigkeiten – analysiert. Damit lässt sich dann die Stressmanagementstrategie einer Person ableiten. Da zu schwierigen Situationen auch Konflikte gehören, wird damit auch die Strategie zum Umgang mit Konflikten einer Person deutlich.