Personalentwicklung
Homo Dubitans – der zweifelnde Mitarbeiter

Homo Dubitans – der zweifelnde Mitarbeiter

Autor: Max W. Tiemann, Personalentwickler, MACH2 Personalentwicklung, Herford

Max W. TiemannWir alle kennen ihn: Den Mitarbeitertypus, der bei jeder Besprechung, bei jeder an-stehenden Veränderung die „Ja, aber…“-Position einnimmt und – wenn überhaupt – durch negative, destruktive Beiträge Unmut äußert. Mal versteckter Widerstand, mal offen geäußert: meckern, maulen, mies machen – aber warum?

Gerade die versteckten Formen der Dubitose (Zweifler-Krankheit), im Untergrund wirkend, erweisen sich als besonders gefährlich für ein Unternehmen. Ansteckende Mutationen des Virus breiten sich von Führungskräften unbemerkt im Unternehmen aus. Ein schlechtes Unternehmensklima unterstützt die Verbreitung des Erregers bis hin zur Verseuchung der gesamten Organisation.

Gelingt es dagegen, diese Mitarbeiter zu heilen, steht dem Unternehmen ein loyaler Mitarbeiter mit seiner vollen geistigen und körperlichen Arbeitskraft zur Verfügung.

Mithilfe von Fallbeispielen aus Unternehmen soll die zweifelnde Grundhaltung von Mitarbeitern genauer betrachtet werden. Dazu werden eine Sitzung im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) bei einem Küchenmöbelhersteller sowie eine Teambesprechung in einem kunststoffverarbeitenden Unternehmen fokussiert.

Zur Erklärung werden Ansätze aus der Psychologie herangezogen, so z.B. die Theorie der Gelernten Hilflosigkeit, die Reaktanztheorie und die des Locus of Control. Es ergeben sich Interventionsmöglichkeiten wie das Mitarbeitergespräch, Coaching, externe Supervision und andere.

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